Bayerische Mannschaftsmeisterschaft 2017, Marktheidenfeld

Für die bayerische Mannschaftsmeisterschaft U15/U19 in Marktheidenfeld konnten sich die Hädefelder mit gleich zwei Mannschaften qualifizieren. Während die Schüler viele Erfahrungen sammelten, heimste die Jugendmannschaft unter Erfolgscoach Joachim Klein durch eine geschlossene Mannschaftsleistung den Titel ein.

Jugendmannschaft 2017

Für die Schülermannschaft war bereits die Teilnahme an der Meisterschaft das Sahnehäubchen für diese Saison. Um zu den Platzierungsspielen vorzudringen, hätte sie in ihrer Vierergruppe zumindest Platz Zwei erreichen müssen. Leider erwiesen sich die Gegner mit ASV Möhrendorf, TSV Neubiberg/Ottobrunn und SG Augsburg/Haunstetten als so überlegen, dass am Ende drei deutliche 0:8-Niederlagen zu Buche standen. Den Kids gelang es jedoch auch aus dieser Situation das Beste zu machen, indem sie sich am einzigen Satzgewinn des Tages von Nico Ferstl im Spiel gegen den Neubiberger Padurkur aufbauten. Ein Spiel das nach 21:18, 16:21 und 18:21 auch zu Gunsten des Marktheidenfelders hätte enden können. Coach Carsten Schrage lobte seine Spieler und Spielerinnen für den hervorragenden Teamgeist.

Titel-Ehrung, Jugendmannschaft

Das Kontrastprogramm dazu lieferte die Hädefelder Jugendmannschaft. Auf Platz Zwei gesetzt startete sie in einer Dreiergruppe mit TSV Lauf und TSV Neubiberg/Ottobrunn. Ohne viel Mühe konnten beide Partien 8:0 bzw. 7:1 gewonnen werden. Schon hier zeigte sich verglichen mit den gegnerischen Teams der unbedingte Focus auf das Ziel Bayerischer Mannschaftsmeister. Als Gruppenerster trafen die Marktheidenfelder im Halbfinale auf den ESV München. Für diese Partie gegen den an Drei gesetzten hatten die Spieler um Mannschaftsführerin Theresa Redelbach mit mehr Gegenwehr gerechnet. Am Ende stand ein mehr als deutliches 7:1, bei dem alleine Ilka Oechsner, das Küken der Mannschaft, sich mit 18:21 und 19:21 Elena Dörfler geschlagen geben musste.

Mit sehr viel Selbstvertrauen ging es nun in die Finalpartie gegen TSV Neuhausen/Nymphenburg. Die Mannschaft rechnete sich im Vorfeld ein 4:4 aus mit dem hoffentlich besseren Satz- bzw. Punkteverhältnis für sich.  Begonnen wurde mit den beiden Herrendoppeln. Während das 2. Doppel mit Joshua Redelbach und Moritz Unz gegen Braun/Lex den erwartet sicheren Punkt einfuhr (21:5, 21:11), war man sich im 1. Doppel nicht ganz so sicher. Hier spielten Jonas und Steffen Grün gegen Feibicke/Seibel. Überraschend deutlich behielten die Brüder während der ganzen Partie die Oberhand und siegten mit 21:15 und 21:11. Damit stand es schon mal 2:0. Theresa Redelbach und Ilka Oechsner hatten dann die undankbare Aufgabe gegen die hoch favorisierten Weigert/Weigert anzutreten und machten mit 13:21 und 11:21 das Beste aus der Situation. Im ersten Einzel traf Jonas Grün auf seinen langjährigen Kontrahenten Kevin Feibicke. Die Mannschaft hoffte zumindest auf einen Satzgewinn. Zunächst begann die Partie auch recht gut (11:8), dann jedoch beim Stand von 12:14 verletzte sich Grün und musste das Spiel kampflos abgeben. Zwischenstand 2:2. Ilka Oechsner musste im Einzel gegen Monika Weigert, die derzeit beste Bayerische Spielerin

Heldenschmerz und…aufmunterndes Lachen?

der Jugend, antreten und versuchte gemäß der Mannschaftsdevise einfach nur möglichst viele Punkte zu sammeln. Was nach Meinung der Mannschaft mit einem 8:21 und 6:21, trotz der hohen Niederlage eigentlich gelang. Wichtig war nun ein deutlicher Sieg von Steffen Grün gegen Jonas Braun. Mit 21:15 und 21:15 konnte der Hädefelder überzeugen und zum 3:3 ausgleichen. Da mit einem Punkt im Mixed von Theresa und Joshua Redelbach gerechnet werden konnte, verlagerte sich das Hauptaugenmerk auf das 3. Einzel von Moritz Unz gegen Justin Seibel. Mit einem Sieg war nicht zu rechnen. Wie erwartet, führte Seibel schnell mit 19:15. Moritz Unz begann aber sich in das Spiel zu verbeißen und glich sogar zum 20:20 aus. Ein Satzgewinn, der den Titel bedeuten konnte, war zum Greifen nahe. Dieser erste Stimmungshöhepunkt endete dann jedoch mit einem 20:22. Wer gedacht hatte, die Luft ist raus, hatte sich jedoch in Moritz Unz getäuscht. Er spielte von da an weit über seinen Möglichkeiten und deklassierte Seibel in Satz zwei mit 21:14. Gepeitscht von der Stimmung in der eigenen Halle gab sein Gegner im Entscheidungssatz beim Stand von 7:1 auf und brachte die Hädefelder mit 4:3 in Führung. Das bereits erwähnte Redelbach-Geschwister-Mixed hatte als letzte Partie des Tages mit 21:11 und 21:8 leichtes Spiel und steuerte den Siegpunkt zum 5:3 bei.

Die geschlossene Mannschaftsleistung und Moritz Unz als Edeljoker führten zum Titelgewinn und damit zur Qualifikation zur Südostdeutschen Mannschaftsmeisterschaft in Annaberg/Buchholz (Sachsen).